Forschung
Forschung

Seit Urzeiten in der Zone angebaut diese Traubensorte im 20. Jahrhundert besonders populAr wegen der unglaublichen Vielseitigkeit der aus ihr erzeugten Weine. In der  Tat war die Freisa -Rebe immer schon wegen ihrer ausgeprAgten FarbintensitAt und Struktur gefragt, Weil man sie als „Nachhilfe“ fUr daran mangeknden Weinen benutzte; allerdings wurde sie auf diese Weise in eine Nebenrolle verdrAngt.
Cascina Gilli hat hingegen in der Freisa eine noble und komplexe Rebsorte erkannt, die sich bei umsichter Vinifizierung und adAquater Reifung in einem hochkarAtigen Wein AusSern kann. So wurden denn auch bereits die ersten Flaschen „Freisa vivace“ und „Freisa Vigna del forno“ unmittelbar mit erfolg aufgenommen un Gianni Vergnano als groSer Interpret dieser Typologie gefeiert.
Vergnanos Intuitionem fanden eine BekrAftigung mit den von Frau Professor Dr. Schneider gemeinsam mit anderen Kollegen vom Istituto di S. Michele all’Adige und der UniversitAt Derosi (Cagliari) erstellten und 2004 verOffentlichen Recherchen, die eine Verwandtschaft ersten Grades zwischen Freisa und der aristokatischen Vorzeigetraube Nebbiolo evidenzierten.
In der Tat schon vorher die Onologische Abteilung der UniversitAt Turin auf diese AffinitAt hingewiesen, insbesonders in einer 2002 von Prof. Gerbi verfassten Relation, denn im selben Jahr hatte man die Trauben aus diversen Crus im Gebiet von Castelnuovo (u.a. Cornareto von Cascina Gilli) fUr eine vollstAndigere Evaluierung ihrer Onologischen PotenzialitAten erstmal auch auf ihre Polyphenol-Werte hin analysiert.
Die Ergebnisse waren Uberraschend, evidenzierten jedoch gleichzeitig die hAufig bei der Vinifizierung von Freisa-Trauben auftretenden Schwierigkeiten; eine ungewOhnlich strake Konzentration von Polyphenolen ist zwar charakteristich fUr herausragend strukturierte und langlebige GewAchse, birgt jedoc bei ungenUgender Beerenreife und Srgfalt bei der Vinifizierung das Risiko, dass die Weine unharmosch und sperrig ausfallen.
Auf den  Grundlagen dieser akkuraten PrAmissen wurde auf dem gut Cascina Gilli das Projekt „Arvelè“ entwickelt: Die Kreation eines Freisa erten Rangs, der 9 Monate in Barriques gereift wird. Obwohl noch in der Experimetierphase, konnten wir bereits Allen, die im Freis bisher nur einen „leichtgewichtigen, prickelnden Wein“ vermutet haben, einen ganz neuen und Uberrachenden Eindruck vermittel.
Derzeit feilen wir an den bisher erzielten ergebnissen, um dem Freisa auch auf der internationalen BUhne Geltung zu verschaffen, und zwar endgultig in ainer Hauptrolle, die ihm zusteht.

Cascina Gilli Uber Jahre wichtige Partnerschaften mit den landwirtschaftlichen FakultAten der UniversitAt Turin geschlossen, inbesonders mit Frau Prof. Maninni fUr die Identifizierung autenthischer Klone der historischen VarietAt Malvasia di Schierano. Ebenso nUtzlich fUr die EnthUllung der zahlreichen Geheimnisse dieses Territoriums und dieser Weine, die nur mit der Zeit und weiteren Erfahrungen gelUftet werden kOnnen, waren die gesprAche und GegenUberstellungen mit den winzern von Castelnuovo.
Die Forschungresultate fUhrten zur Bepflanzung selektierter Rebanlagen fUr die Produktion von QualitAtstrauben, wobei nicht die ertragsstArksten, sondern, vielmehr Klone aus jenen Weinbergen gewAhlt wurden, die nach den Erinnerungen der ansAssigen Erzeuger die interessantesten Weine Hervorgebracht haben. Nach Abschluss der ersten Malvasia-Selektion und Bestockungen haben wir unser interesse auf andere zonentypischen Traubensorten wie Bonarda Piemontese und Barbera erweitert.
Die erstgenannte, seit dem 19. Jh in unseren HUgeln verbreitet, wurde nach und nach immer seltener angebaut, Weil liebenswert geblieben. Die im gesamten Piemont verbreitete Barbera spielte in der Zone nur eine nur eine nebensAchliche Rolle, wegen der fUr diese dUnnschalige Traubensorte bis zu 90er Jahren exzessiven.
Niederschlagsmengen. Dank der in den letzen Jahrzehnten stark reduzierten RegenfAlle hat sich das HUgelgebiet von Castelnuovo als gUnstiges Habitat fUr diese Rebsorte profiliert.
Die kunsgerechte Anwendung adAquater Onologischer Prinzipien resultierte bereits in den ersten Jahren in Enoprodukte, die sich stets unter die besten platzieren konnten. Die Entwicklung innovativer Vinifizierungstechniken und ihre Verbreitung wAhrend der 90er Jahre auch in kleinen QualitAtsbetrieben hat die ProduktqualtAt  stark angehoben, aber auch groSe insatzbereitschaft und Recherchen erfordert – eine Herausforderung, der sich zuerst unser Onologe Carlo Feyles, Bruno Tamagnone und dann Gianpiero Gerbi mit leidenschaftlichem Engagement gewidmet haben.
Ein zusAtzliches Arbeitspensum beanspruchte die Arbeitsorganisation im Kellerbereich: adAquate Maischestandzeiten und GArtemperaturen, feinfUhlig dosierte Sauerstoffzufuhr wAhrend Vinifikations – und Ausbauphasen, sind aus der Summe kontinuierlicher und stets entwicklungsfAhiger Recherchen im Feld gewonnene Parameter.
In den 80er Jahren war „Marke Freisa“ fast vOllig verschwunden und in den Erinnerungen der Konsumenten mit schwierigen und nicht selten unzuganglichen, eckingen Weinen verbunden. Wir sind heute stolz darauf, das wir zu Volorisierung dieser wertvollen Rebsorte beigetragen haben.